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Heute ist Montag, unser dritter Tag hier in Springdale und unser erster Tag in einer amerikanischen High School. Ich fange jetzt erst richtig an zu realisieren, dass ich in Amerika bin. Es ist so beeindruckend hier, alles ist so riesig und wirklich anders als in Berlin. Die Straßen sind breiter und länger. Ich habe schon so viele Autos gesehen, die ich sonst immer nur in amerikanischen Filmen gesehen habe, wie zum Beispiel Jeeps und  unterschiedliche Sportwagen. Irgendwie ist es hier genauso, wie ich mir eine amerikanische Stadt vorstelle. Riesige Straßen, riesige Autos, Häuser, einfach alles so amerikanisch. An fast jeder Ecke gibt es McDonalds, Taco Bell und noch viele andere Fastfood Restaurants. Hier sind so viele Fastfood Restaurants, dass ich mich frage, ob die Leute hier überhaupt so viel essen können. Hier leben viel weniger Menschen als in Berlin, aber trotzdem gibt es mehr Fastfood Restaurants. Downtown Springdale ist ziemlich belebt und voll mit Menschen im Gegensatz zum Rand von Springdale. Trotzdem nichts im Vergleich zu Berlin.

Gleich am ersten Abend sind wir auf einen Rummel gefahren. Wir waren auf einer Attraktion, die ein bisschen so wie ein Riesenrad war, ich weiß nicht, wie ich es erklären soll. Aber die Aussicht von da war unglaublich, all die Lichter und so weiter und der orange-rote Mond, es war einfach toll.

Gestern, am Sonntag, sind wir dann zu einer Art Kunstausstellung gefahren, wo wir uns viele handgemachte Dinge angeguckt haben, zum Beispiel  „The blue bird“, ein blauer Vogel aus Glas gemacht – diese Gegend ist bekannt für diese Vögel. Danach sind wir über eine Stunde nach Eureka Springs gefahren, um Schießen zu gehen. Ich habe auf dem Weg dorthin die ganze Zeit aus dem Fenster geguckt, es war echt beeindruckend. Hier sind so viele riesige Landschaften und Berge. Man merkt sofort, dass hier viel Landwirtschaft betrieben wird. Außerhalb der Stadt stehen alle paar Kilometer Kühe auf den Wiesen rum und fressen Gras. Auch Pferde und Bullen oder andere Tiere habe ich sehr oft auf dem Weg gesehen, auch mehrere Traktoren. Wir sind durch acht unterschiedliche Kleinstädte gefahren und es war wirklich cool diese zu sehen. Ich hätte nicht gedacht, dass hier so viele Berge außerhalb der Stadt sind, aber es ist wunderschön.

Meine Familie besitzt einen ganzen Schrank voll Waffen, da der Vater in einem Waffenladen arbeitet: er verkauft sie. Ich muss sagen, dass ich niemals gedacht hätte, dass Schießen so Spass machen könnte, es war wirklich cool. Ich durfte mehrere Waffen ausprobieren, wie unterschiedliche Pistolen und auch ein Gewehr, es war eine wirklich krasse Erfahrung, weil ich sowas noch nie gemacht habe. Amerikaner machen das einfach als Hobby, es ist echt unglaublich.

Ich habe jetzt schon nach drei Tagen gemerkt, dass der Unterschied zwischen den Reichen und den Ärmeren schon ziemlich krass ist. Andere von meiner Schule wohnen in riesigen Häusern mit einem Pool und einem riesigen Garten. Ich wohne in einem kleineren Haus, was eher wie eine Hütte ist. Es ist sehr interessant ein amerikanisches Leben mitzuerleben. Ich habe jetzt schon soo viel von der Kultur und der Landwirtschaft gesehen.

Man merkt schon, dass die Amerikaner andere Traditionen haben als wir Deutsche. Zum Beispiel beim Essen. Zum Abendbrot haben wir was von einem Fastfood Restaurant geholt und uns aufs Sofa vor den Fernseher gesetzt und nicht mal geredet.

Trotzdem ist meine Familie wirklich nett  und die Eltern sind echt lustig. Ich bin gespannt auf die nächsten zwei Wochen und die neuen Eindrücke, die auf mich zukommen.

 

 

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